Thermoholz
Mit dieser Art der Holzmodifikation ergeben sich für diverse europäische Holzarten ganz neue Einsatzmöglichkeiten.
Wie erfolgt die thermische Behandlung?
Es handelt sich hierbei um eine Behandlungsmethode, bei der das
Holz einer Hitzebehandlung
ausgesetzt wird. Voraussetzung dafür
ist, dass das Holz zuvor sehr sorgfältig und schonend auf eine Restfeuchte von ca. 6 - 8 % getrocknet wird.
Im Anschluss wird das Holz in einer dafür konstruierten Kammer
auf Temperaturen, überwiegend
zwischen 190 und 215° C erhitzt. Dieser Prozess erfolgt
ohne die Zugabe irgendwelcher Chemikalien.
Es handelt sich also um einen
völlig natürlichen Vorgang.
Was passiert währenddessen mit dem Holz?
Durch diesen Vorgang wird die Struktur des Holzes verändert und es
wird eine Abnahme der
Hemizellulosen (Zuckermoleküle) bewirkt. Desweiteren
bewirkt die thermische Modifizierung,
dass das Holz sich farblich verändert
und dunkler wird. Wie dunkel das Holz wird, ist abhängig von
der Behandlungstemperatur und –dauer. Je höher die Temperatur / Dauer, desto dunkler wird
das Holz.
Was sind die Vorteile von thermisch behandeltem Holz?
- Die Resistenz gegen Schimmel- und Pilzbefall wird erhöht und
somit können auch Holzarten,
die naturbelassen nicht für den Außeneinsatz geeignet sind, draußen verwendet werden. - Ebenso findet eine Reduktion des Quell- und Schwindverhaltens statt.
- Die Aufnahmefähigkeit von Feuchtigkeit und das Feuchtegleichgewicht sind reduziert.
- Die durch die thermische Modifizierung bewirkte dunklere
Färbung des Holzes macht die in
ihrem natürlichen Zustand überwiegend hellen euro-päischen Hölzer zu einer interessanten
und ökologisch sinnvollen Alternative zu Tropenhölzern.